32.Hachenburger Löwenlauf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ToH   

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Wieder vierstellig- Volle Hütte beim Löwenlauf

Katharina Schäfers wiederholt Vorjahressieg

Traditionell lädt der DJK Marienstatt Mitte Oktober zum Löwenlauf. In Hachenburg (Westerwald) wartet auf die Teilnehmer eine große Veranstaltung mit breitem Spektrum an sportlichem Angebot. Sieht man den enormen Andrang bei den Jüngsten, dürfte es dem Gastgeber auch für die Zukunft um das Interesse nicht Bange sein. Heuer fand die 32.Auflage statt, während die heimische Laufserie Ausdauer-Cup stolze 30 geworden ist.

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Einiges an der Konzeption der Marienstätter lässt sich sicher problemlos übertragen, so beispielsweise die Idee des Staffel-Wettbewerbs, eingebunden in eine „krumme Distanz“ mit für Jedermann erträglichen 80 Höhenmetern. Die 6,3km-Distanz war auch der mit Abstand gefragteste Wettbewerb bei den Erwachsenen und Heranwachsenden. Der DRK-Rettungsdienst hatte nach 2 Kilometern bereits den ersten Einsatz, die dort ansteigende, abgesperrte Landstraße zog das Feld breit auseinander. Im Ziel eingelaufen sind später 414 Teilnehmer, von denen 68 Staffeln gebildet worden. Garant für eine saubere Abrechnung natürlich der hochgeschätzte „Zeit-Papst“ Martin Stinner mit seinem Team! Dazu gesellten sich 50 Walker und Nordic/Walker, zumindest ließen sich exakt so viele in dieser Wertung registrieren. Zugebenermaßen sah man dies nicht immer auf den ersten Blick, weshalb sich womöglich empfehlen würde hier über einen getrennten Start nachzudenken. Überhaupt könnte man ferner Kapazitätsgrenzen in Betracht ziehen, die beiden ersten Kilometer erinnerten so manchen an den Siegener Firmenlauf.

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Wahrscheinlich „jeden Stein auf der Strecke“ kennt Caprice Löhr, welche den berühmten Heimvorteil mal wieder zu nutzen wußte! Der Redaktion war leider das Tagesziel der schnellen Ärztin nicht bekannt, jedoch war Caprice, die vor zwei Jahren den Halbmarathon gewonnen hat, auch als nominelle Zweitplatzierte (25:35') sehr flink und leichtfüßig unterwegs. Die junge Nachwuchsläuferin im Düsseldorfer Trikot, Denise Moser, wurde später auf die höchste Stufe des Siegerpodestes gerufen. Nur am Rande bemerkt- in den beiden letzten Jahren hätte man mit dieser Zeit ganz locker den goldenen Lorbeerkranz in der Damen-Konkurrenz gewonnen!

Zu den „schnellen Frauen“ muss man auch Katharina Schäfers zählen! Den Löwenlauf zu gewinnen ist zweifellos eine Leistung. Neben dem Jedermann-Lauf konnte auch der als Cuplauf deklarierte Hauptlauf nochmals an Zustimmung gewinnen, während für die langen Distanzen 21+42km diesmal etwas weniger Startnummern gedruckt werden mussten. Immerhin lockte das zweitgrößte Feld 364 Teilnehmer an (+22/2017), während es heute lediglich sieben Männern gelang vor der 1.Frau zu finishen. Eine Erklärung dazu hat der Mathematiker- wenn Katharina ihre eigene Siegerzeit aus dem Vorjahr gleich um gut anderthalb Minuten unterbietet, muss sie zwangsläufig sehr weit vorn ankommen. Im Grunde hat hier wohl alles gepasst, zudem zeigte sich auch das Wetter nach anfänglichem starken Frühnebel in „bester Verfassung“- angenehm kühl zum laufen! Siegerzeit: starke 40:02' für ca. 10,5km- lässt sich da schon das Ziel für 2019 ableiten?

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In einer starken Form präsentierte sich auch der am heutigsten Tage schnellste Deuzer, Jonas Winkel. Mit am Ende überaus beeindruckenden 35:14' (Gesamt-2.!) hatte der Würgendorfer bis zum Schluss Tuchfühlung zu Ahferom Theame im Trikot der SSV Almersbach, welcher mit gerade mal 19 Jahren (MU20 1.) sein Talent nach dem Triumpf in Wissen erneut unterstrich. Der Sieg in der „echten“ Männer-Hauptklasse ging heute nur über Jonas, welcher seinerseits damit sowohl letztes- wie auch vorletztes Jahr den Gesamt-Einlauf gewonnen hätte. Wenn die „Zeiten besser werden“, dann dürfte sich auch der Veranstalter freuen, der seine Gäste im Zielbereich neben Getränken auch mit Obst- und Müsli-Snacks verwöhnte- das kam an.

Ein ganz enges Finish gab es in der M35. Erst auf den letzten Metern entschied sich die Silbermedaille für Bert Schmal als Gesamtvierter in 38:30'. Dicht beisammen auch Aleksei Nesterov (40:14'), wenige Meter vor Andreas Senner. Letzterer bekam in der Vergangenheit von der Fachpresse den Beinamen „Präzisionsläufer“ verliehen- auch diesmal reichte seine gute Leistung wieder für das Podest in seiner Wertungsklasse! Immer für eine Überraschung gut ist Andreas Rottler. „Rund wie ein Uhrwerk“ lief er mit großem Vorsprung in 41:21' zum Tagessieg in der M50 und nannte damit 20 Cup-Punkte sein Eigen! Überzeugend ebenso die erfahrenen Routiniers Holger Natzke und der frischgebackene DM-Dritte über 10km, Rainer Müller, welche unisono Zweite in ihren Klassen wurden.

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Alle Deuzer in der Übersicht:

Jugend/Jedermann 6,3km Platz
Dr. Caprice Löhr 25:35 WJed 2.
Torsten Hähling 52:08 WalkM 7.
Hauptlauf/Cup-Lauf 10,5km
Jonas Winkel 35:14 MHK 1.
Bert Schmal 38:30 M35 2.
Kathi Schäfers 40:02 W30 1.
Aleksei Nesterov 40:14 M35 4.
Andreas Senner 40:21 M45 3.
Andreas Rottler 41:21 M50 1.
Holger Natzke 43:46 M60 2.
Rainer Müller 45:49 M65 2.
Jörn Gerhardus 46:17 M50 6.
Sebastian Weber 47:34 M35 12.


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